Archive for the 'Ausflug' Category

Jesus in Japan

Wednesday, October 25th, 2006

Kaum zu glauben, aber wahr: Jesus’ Grab befindet sich in Japan! Bild Wer bislang geglaubt hat, Jesus sei am Kreuz gestorben, der wird in Herai, einem Dorf in der Naehe Towadas in Aomori-ken, eines Besseren belehrt. Der Inschrift der Tafel zufolge, die sich neben Jesus’ Grab befindet, ist naemlich Jesus’ juengerer Bruder Isukiri quasi in letzter Minute fuer Jesus am Kreuz eingesprungen. Jesus hat daraufhin viele Jahre in Japan gelebt und ist im hohen Alter von 106 Jahren in Herai gestorben. Tafel

Laut oben genannter Tafel hat Jesus dies hoechstpersoenlich schriftlich festgehalten; irgendetwas muss uns doch da entgangen sein. Da werden ploetzlich ganz grundsaetzliche Fragen aufgeworfen: Muss jetzt das katholische Glaubensbekenntnis umgeschrieben werden? Muesste das Musical “Jesus Christ Superstar” nicht in “Isukiri Superstar” umbenannt werden? Ist das Turiner Grabtuch eine Faelschung? Oder hat etwa jemand versucht, die Bibel mit Hilfe des babelfishs ins Japanische zu uebertragen?

Von wilden Affen

Monday, August 21st, 2006

Vergangenes Wochenende habe ich einen Ausflug nach Shimokita-Gun, rund 200 km weiter noerdlich, gemacht, wo die am weitesten noerdlich lebenden wilden Affen der Welt Zuhause sind. So zumindest wurde es mir berichtet. Der erste Eindruck war ernuechternd: An einem Automaten mussten wir Eintrittskarten loesen, um dann ein kleines umzaeuntes Terrain begutachten zu duerfen, in dem ein paar Affen umherturnten und andere, zu meiner Beunruhigung, Steine zu kleinen Haufen auftuermten. Nach etwa dreissig Minuten hatten wir alle Affen bewundert und traten die Weiterreise nach Hotokegaura an (Fotos folgen). Als wir zu unserem Auto zurueckgingen, sprangen auf einmal zwei Affen von den Baeumen ausserhalb des Geheges und setzten sich auf die Seile, die das Gelaende umzaeunen. Ich musste unweigerlich an Zahnseide denken und war froh, dass ich mich nicht an den Seilen entlanggehangelt hatte.

Waehrend unserer Weiterfahrt nach Hotokegaura, wo es eine wunderschoene Steilkueste gibt (Fotos folgen), sassen die Affen schliesslich einfach auf der Strasse, turnten auf den Leitplanken und beobachteten uns. Mir erschliesst sich der Sinn des Geheges nicht so ganz, wenn die Affen auch in freier Wildbahn anzutreffen sind. Vielleicht ist das die einzige Moeglichkeit, sich den Affen gefahrlos zu naehern, von den Steinkollektionen einmal abgesehen, welche offenbar nicht allzu schuechtern sind und gelegentlich in die Haeuser der Anwohner eindringen, um dort den Kuehlschrank zu pluendern oder ein Bad zu nehmen – womoeglich noch vor dem Herrn des Hauses, der traditionell als Erster in das heisse Nass steigen darf. Im Laufe der letzten Jahre wurden in Aomori-ken tatsaechlich onsen (heisse Baeder) eigens fuer die Affen gebaut, da sie die Vorzuege des erquickenden Bads im Winter zu schaetzen gelernt haben. Entsprechend beliebt sind die zahlreichen Fotos, die man kaufen kann, auf denen eine ganze Affenfamilie mit einem Schneehaeufchen auf dem Kopf im dampfenden Bad hockt und sich entspannt.