Wunderwelt Kombini

November 15th, 2006

Wie viele andere Länder, vor allem die im anglophonen Bereich, ist Japan Deutschland in einem Punkt weit voraus: Einkaufszeiten. In Japan kann jeden einzelnen Tag eingekauft werden! Und das auch nicht nur bis 20 Uhr – die größeren Läden haben bis mindestens 22 Uhr geöffnet, und sogar hier auf dem Land kann ich immerhin noch bis 21.30 Uhr mein hart verdientes Geld im örtlichen Supermarkt gegen 8-Scheiben-Toastbrot-Tüten oder einzeln verpackte Äpfel eintauschen. Und wenn der Supermarkt seine Tore schließt, habe ich immer noch die Möglichkeit, in einen der Convenience Stores, die Japaner nennen diese “kombinis”, zu gehen und dort rund um die Uhr sämtliche Angelegenheiten zu erledigen. Im Kombini kann man nämlich nicht nur alles, was das Herz begehrt, einkaufen sondern auch Telefonrechnungen bezahlen, Telefonkarten aufladen, Geld abheben oder gratis Heißwasser für die Tütensuppe erstehen. Und das alles auf schätzungsweise 30-40 Quadratmetern. Die Möglichkeiten sind offenbar derart unbegrenzt, dass nicht einmal die Angestellten wissen, was im Service-Angebot ist und was nicht. So habe ich kürzlich die Rechnung einer Bestellung eines großen Internethandels im Kombini begleichen wollen (ich gehöre zur offenbar aussterbenden Spezies derjenigen, die keine Kreditkarte besitzen) und musste zunächst der gesamten Belegschaft erklären, dass der Internethandel diese Bezahlungsmöglichkeit angeboten habe, bis eine Angestellte schließlich ihren Vorgesetzten anrief und dieser ihr die notwendigen Instruktionen mitteilte, woraufhin ich dann voll automatisiert auf der Rückseite des Kassenbildschirms meine Zahlung vornehmen konnte.

Auch wenn der Thailänder in der Straßmannstraße in Berlin/Friedrichshain schon sehr nahe an das Warenangebot der Japanischen Kombinis herankommt (Tiefkühlkräuter, Puddingpulver und Tampons auf maximal 8 Quadratmetern) — Deutschland braucht Convenience Stores!

Und ewig rauscht die Klospülung

November 9th, 2006

Eines werde ich nie verstehen können: dass Japanische Frauen es ungeheuer peinlich finden, auf die Toilette zu gehen. Und damit meine ich nicht die uns allen vermutlich gemeine Hemmschwelle, in einem öffentlichen Waschraum der Flatulenz zu frönen, auch wenn Oliver Kalkofes Ausspruch “Auch Claudia Schiffer muss mal kacken” uns diese falsche Scham zum Teil schon genommen hat. Eine Japanerin schleicht sich aufs Örtchen und betätigt ohne Unterlass die Spülung, um jedes auch nur erdenklich mögliche Geräuschlein zu übertönen, und sei es nur das Abrollen des Toilettpapiers, welches aber immerhin, je nach Dauer und Frequenz des Abrollens, einen Hinweis auf die Art des Geschäfts geben könnte. Größere Firmen und Geschäftsgebäude wirken den aus dieser Gewohnheit resultierenden enorm hohen Kosten für das Abwasser mit entsprechend ausgestatteten Toiletten mittlerweile entgegen. So gibt es auf modernen westlichen Toiletten, ansonsten herrschen Japanische Plumpsklos vor, neben den zahlreichen Knöpfen für eine Intensivreinigung diverser Körperpartien nach Verrichtung der Notdurft und der Spültaste, oftmals auch eine Taste, die, nach Betätigung, ein Tonband aktiviert, das den Klang der Spülung des Wasserklosetts imitiert. Wahlweise gibt es auch Vogelzwitschern oder Meeresrauschen. Vielleicht könnte Greenpeace Japan einige Tonbänder mit Walgesängen unterjubeln — die würden den Japanern den Appetit auf den Meeressäuger sicher verderben.

Jesus in Japan

October 25th, 2006

Kaum zu glauben, aber wahr: Jesus’ Grab befindet sich in Japan! Bild Wer bislang geglaubt hat, Jesus sei am Kreuz gestorben, der wird in Herai, einem Dorf in der Naehe Towadas in Aomori-ken, eines Besseren belehrt. Der Inschrift der Tafel zufolge, die sich neben Jesus’ Grab befindet, ist naemlich Jesus’ juengerer Bruder Isukiri quasi in letzter Minute fuer Jesus am Kreuz eingesprungen. Jesus hat daraufhin viele Jahre in Japan gelebt und ist im hohen Alter von 106 Jahren in Herai gestorben. Tafel

Laut oben genannter Tafel hat Jesus dies hoechstpersoenlich schriftlich festgehalten; irgendetwas muss uns doch da entgangen sein. Da werden ploetzlich ganz grundsaetzliche Fragen aufgeworfen: Muss jetzt das katholische Glaubensbekenntnis umgeschrieben werden? Muesste das Musical “Jesus Christ Superstar” nicht in “Isukiri Superstar” umbenannt werden? Ist das Turiner Grabtuch eine Faelschung? Oder hat etwa jemand versucht, die Bibel mit Hilfe des babelfishs ins Japanische zu uebertragen?

Was Japanische Schueler interessiert

October 23rd, 2006

Waehrend der ersten Schulbesuche und nachdem Eric und ich uns und unsere Laender kurz vorgestellt haben, hatten die Schueler jeweils die Gelegenheit, uns zu allen moeglichen Themen Fragen zu stellen. Hier die TOP 5 der am haeufigsten gestellten Fragen:
1. Was ist Dein Lieblingsessen?

2. Wie alt bist Du?

3. Wie gross bist Du?

4. Was hat Dich am meisten verwundert, als Du nach Japan gekommen bist?

5. Welche Blutgruppe hast Du?

Auf gerne gefragt wird:
Wie schwer bist Du? Seid Ihr (Eric und ich) ein Paar? Hast Du einen Freund/eine Freundin? Hast Du schon hougen (den lokalen Dialekt) gelernt? Letztere Frage ist in etwa so beliebt wie die Frage danach, ob man gerne Nattou esse. Schmunzeln muss ich auch heute noch, wenn ich daran denke, dass ein Schueler gerne wissen wollte, welches eingelegte Gemuese (Tsukemono) ich am liebsten moege. Japaner lieben Tsukemono, sie werden zu beinahe jedem Gericht gereicht. Besonders beliebt ist Umeboshi, eine sauer eingelegte Pflaume, aber auch salzig eingelegte Salatgurke wird gerne gegessen.
Es hat auch richtig schoene Frage gegeben, z. B., ob denn alle Kanadier aussehen wie Japaner (Eric ist “CBC”, Chinese Born Canadian und wird oft fuer einen Japaner gehalten), und wie sich die Menschen, die aus den unterschiedlichsten Laendern nach Kanada immigrieren, ueberhaupt verstaendigen koennen. Meine Antwort auf die Frage, welche Sorten Reis in Deutschland angebaut werden, naemlich gar keine, loeste mitunter unglaeubige Ausrufe der Verwunderung aus.

Englisch-Lehrplan

October 20th, 2006

Mein Kollege aus Kanada, der nach Japan gekommen ist, um an Grund-, und Mittelschulen Englisch zu unterrichten, erhaelt haeufig einige Tage vor den jeweiligen Schulbesuchen Faxe mit Anweisungen bezueglich des Lehrinhalts. Die Faxe sind manchmal nur auf Japanisch verfasst, manchmal zweisprachig (Japanisch und Englisch) und manchmal nur auf Englisch. Letzteres ist in den meisten Faellen gaenzlich unverstaendlich. Hier ein Beispiel fuer einen Lehrplan:

* Introduce steadily only in English if entering a classroom and finishing a greeting. (Das geht ja noch)

* We entrust the contents to talk about in continue even if it doesn’t understand children. (Wer versteht hier wen nicht?)

* It asks whether or not there were understood contents to the children. (Man beachte die Verwendung des Personalpronomens “it”)

* Tell to the children by Japanese if it is possible to have translated.

* Please demonstrate the correct pronounciation of these words.

* It pronounces while showing a card. (Da ist es wieder…)

* “What food do you like the best?” “I like [...] the best.” It practices.

* It practices until the children learn.

* If accustomed, it makes practice with the person of the near seat.

Jetzt wird es spannend: Am Ende des Unterrichts wird oft eine Art Vokabel-Bingo gespielt. Die Anweisungen dazu lauten wie folgt:

* It does a bingo game.

* The children ask “What food do you like best?” in ALT. (Assistant language teacher)

* ALT answers from the inside of the practiced word. (Wie ist er denn da hineingekommen?)

Jetzt mein Lieblingssatz:

* It ends if all the members become a bingo. (Wenn ich gross bin, moechte ich auch mal ein Bingo werden.)

Es ist verstaendlich, dass Eric die Japanischen Faxe vorzieht, weil dann entweder ich oder meine Kollegin ihm den Unterrichtsinhalt uebersetzen koennen, auch wenn Faxe wie das oben stehende natuerlich sehr viel interessanter sind. An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwaehnen, dass viele der Japanischen Englischlehrer der Grundschulen so gut wie kein Englisch koennen und sehr wahrscheinlich ein Uebersetzungsprogramm verwendet haben. Jeder sollte unbedingt zumindest einmal babelfish getestet haben: http://de.babelfish.yahoo.com/

Interessant wird es, wenn man einen Deutschen Satz eingibt, diesen in eine beliebige Sprache transferiert und dann wieder ins Deutsche zurueckuebersetzen laesst. Ich habe z. B. “Heute habe ich keine Lust zu arbeiten” eingegeben, diesen Satz in diverse Sprachen uebersetzen lassen und schliesslich den Deutschen (?) Satz: “Was Geschenk anbetrifft ich ist es nicht notwendig, in der Lage zuSEIN, craving zu verwenden” erhalten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Go nuts!

Jan-Ken-Pon

October 4th, 2006

Wo wir schon beim Spielen sind: Die Japaner lieben Jan-Ken-Pon – die Japanische Version unseres Schnick-Schnack-Schnucks oder Stein-Schere-Papier-Knobelspiels. Streiten sich beispielshalber zwei Kinder in der Schule um einen besonders beliebten Sitzplatz, wird ganz einfach per Jan-Ken-Pon entschieden, wer diesen einnehmen darf. Bei einem unentschiedenen Ballspiel oder anderen unklaren Verhaeltnissen wird auch schon einmal ein Gruppen-Jan-Ken-Pon gestartet. Nicht nur Kinder faellen mit Hilfe dieses Spiels Entscheidungen: So habe ich auf einer Dienstfahrt mit einer Kollegin und unserer Chefin auf der Strasse Schnick-Schnack-Schnuck gespielt, weil wir uns nicht auf ein Lokal fuer unsere Mittagspause einigen konnten. Zu dumm, dass man Jan-Ken-Pon nicht wirklich ueben kann; ich moechte nicht unbedingt noch einmal Rinderknie mit fast noch rohem Ei essen.

Ich will doch nur spielen

September 21st, 2006

In Japan verwendet man fuer viele Situationen bestimmte Ausdruecke, die sich nur schwer uebersetzen lassen und die sich eher schlecht in den Deutschen Sprachgebrauch uebernehmen liessen. So sagt man, wenn man ein Buero oder aehnliches betritt, nicht wie in Deutschland “Guten Tag” sondern “shitsureishimasu”, was soviel bedeutet wie “Ich bereite Ihnen Unbehagen” oder ganz einfach “Verzeihen Sie bitte”; letzteres allerdings nur in dem oben genannten Zusammenhang. Verlaesst man den Raum wieder, verwendet man die Vergangenheitsform der Phrase.

Begibt man sich nach Feierabend auf den Heimweg, sagt man nicht “Auf Wiedersehen” oder “Bis Morgen” sondern bedankt sich in erster Linie fuer die getane Arbeit der Kollegen. Verlaesst man als erster das Buero, entschuldigt man sich fuer diese Unverschaemtheit mit den Worten “osaki ni shitsureishimasu”, in etwa “Verzeihen Sie bitte, dass ich vor Ihnen gehe”. Die Japaner sind so hoeflich, dass es manchmal sogar unfreundlich ist, sich zu bedanken. Wird mir beispielsweise die Tuer aufgehalten oder ein Tee eingeschenkt, waere es relativ frech “arigatou”, also “Danke” zu sagen; anstatt dessen bedankt man sich mit “sumimasen”, also “Entschuldigung”. “Arigatou” impliziert in solchen Situationen, dass der Beguenstigte die Geste einfordert oder verdient hat und ist daher zu vermeiden.

Mein Lieblingsausdruck ist “asobu”. Dieses Wort, das sich ganz banal mit “spielen” uebersetzen laesst, impliziert so viel mehr als der Deutsche Ausdruck erahnen laesst. So gehen Japaner am Wochenende nicht tanzen, zum Karaoke oder in eine Bar: Japaner gehen spielen, egal wie alt sie auch sein moegen. Wenn man in Japan ein ganzes Wochenende lang gespielt hat, ist man nicht gleich spielsuechtig, sondern hat sich mit Freunden – wo auch immer – vermutlich praechtig amuesiert. Allein bei dem Gedanken, dass man in Japan bis spaet ins Erwachsenenalter hinein mit seinen Freunden spielen gehen kann, wird mir warm ums Herz.

Schulunterricht

September 21st, 2006

Wer kennt nicht eine der zahlreichen Reportagen ueber das Schulsystem in Japan? Uniformierte Kinder mit durch Stress verursachten Ausschlaegen auf den Extremitaeten, muede Gesichter, Suizide im Grundschulalter etc.

Seit Beginn der Woche begleite ich meinen Kollegen Eric zu seinem Englischunterricht an den Schulen der Umgebung und dolmetsche die Anweisungen der jeweiligen Klassenlehrer fuer ihn. Ich bin positiv ueberrascht, wie lebhaft der Unterricht in Japan (zumindest hier auf dem Land) abgehalten wird. Zwar stehen die Kinder jedesmal, wenn sie aufgerufen werden, auf, schieben ihren Stuhl an den Tisch, stellen sich dahinter und beantworten dann die Frage des Lehrers, um sich danach wieder zu setzen, was schon recht starr wirkt. Allerdings wird im Klassenraum viel gelacht, die Kinder und Teenager nehmen munter am Unterricht teil, und selbst die Lehrer flitzen in ihren weissen Turnschuhen (in Japans Schulen wechselt man sein Schuhwerk sobald man das Gebaeude betritt) durch den Klassenraum und tragen zur froehlichen Atmosphaere bei, ohne dabei ihre Autoritaet einzubuessen. Besonders auffaellig ist auch das sehr soziale Verhalten der Kinder untereinander; natuerlich gibt es hier wie auch in Deutschland Stereotypen wie Klassenkasper und Aussenseiter. Jedoch habe ich das Gefuehl, dass die Schueler zumindest waehrend des Unterrichts alle an einem Strang ziehen: Die Schueler merken sich, wer schon einmal an der Reihe gewesen ist und achten penibel darauf, dass es gerecht zugeht. Als weitere schoene Besonderheit empfinde ich den gemeinsamen Beginn des Unterrichts: Die Kinder setzen sich auf ihre Stuehle, ein zuvor ernannter Schueler ruft den Unterrichtsbeginn aus. Das klingt in etwa so: “Aufrecht sitzen! Lasst uns die x-te Unterrichtsstunde beginnen”. Woraufhin dann alle Schueler im Chor “Lasst uns beginnen” rufen. Auf die gleiche Art und Weise wird jede einzelne Stunde beendet. Die Prozedur scheint zumindest der Konzentration zutraeglich zu sein und foerdert meines Erachtens das Gefuehl der Zusammengehoerigkeit – da lernt es sich doch gleich viel besser.

Zusatz zum kollektiven Aufstehen

September 14th, 2006

Gestern Abend fand der erste Englisch-Konversationsunterricht statt, den mein Kollege Eric aus Kanada von nun an fuer die naechsten drei Monate leiten wird und zu welchem ich ihn zur mentalen Unterstuetzung begleitet habe – der Gute spricht kaum ein Wort Japanisch und wir waren uns nicht sicher, wie fortgeschritten das Englisch der erwachsenen Rokkashoer ist. Es stellte sich heraus, dass die Kursteilnehmer offenbar eifrige Lerner und durchaus dazu in der Lage sind, ihre eigenen Gedanken auf Englisch zu aeussern. Im Verlauf des Kurses sprachen wir unter anderem auch ueber Eigenheiten Rokkashos, da lag es nicht fern, dass wir die Teilnehmer auch nach der im Dorf taeglich eingespielten Musik befragten. Eine der Japanerinnen, die ihr Englisch mit Hilfe des staatlichen Japanischen Fernsehsenders NHK erlernt hat, konnte unsere Verwunderung darueber nicht nachvollziehen; sie war fest davon ueberzeugt, dass das voellig normal sei – in ganz Japan. Als wir sie darueber aufklaerten, dass es in groesseren Staedten keine Weckmusik gebe, eine Teilnehmerin kommt aus Tokyo, eine andere immerhin aus der Praefekturhauptstadt Aomori City, lachte die Dame ob ihrer eigenen Naivitaet Traenen: Die Japanerin ist 52 Jahre alt, wurde bereits in Rokkasho geboren und ist noch niemals verreist – und sie steht tatsaechlich jeden Morgen um sechs Uhr auf.

Vom kollektiven Aufstehen

September 6th, 2006

Was in Deutschland schon zu heftigen Protesten und Rechtsstreits geführt hätte, wird auf dem Land in Japan widerstandslos akzeptiert: Täglich erschallt zu derselben Uhrzeit Musik im gesamten Dorf. Unsereinem werden in deutschen Großstädten bisweilen sogar schon die Klänge der örtlichen Kirchenglocken verweigert.
Die Einwohner Rokkasho-muras werden morgendlich um 06:00 Uhr mit „Greensleeves To A Ground“ geweckt, die Mittagspause wird mit „Für Elise“ eingeleitet, das Mittagspausenende sowie der Feierabend werden akustisch mit einem Glockenspiel angekündigt, jeden Abend erklingt um 20:00 Uhr ebenfalls eine Melodie.
Bei der Durchreise durch ein Dorf nördlich von Rokkasho-mura wurde pünktlich um 18.00 Uhr „Moon River“ eingespielt. Jeder Ort hat offenbar seine eigenen Melodien.
Ich bin gespannt, ob mich die musikalischen Einlagen auf Dauer eher nerven, oder ob ich beginne, sie zu ignorieren. Bisher ist es mir in der Frühe leider, mit Ausnahme der ersten Nacht, noch nicht gelungen,  „Greensleeves To A Ground“ auszublenden. Offenbar gewöhnt man sich aber sehr schnell an die gemeinsam startenden Aktivitäten; so bin ich nach der Umstellung der Arbeitszeit von 17:00 Uhr auf 17:15 Uhr (die Mittagspause dauert nun eine Viertelstunde länger) bereits verwirrt, wenn der Feierabend um 17:00 Uhr eingeläutet wird, sich jedoch niemand nach Hause begibt. Heute Morgen bin ich panisch aus dem Bett geschreckt, nachdem ich noch einmal eingeschlafen war; mein Wecker hatte noch gar nicht geklingelt, aber offenbar ist es den Japanern gelungen, mir mittels einer volkstümlichen Englischen Weise via knarzender Lautsprecher ein schlechtes Gewissen zu machen.